News / Fotos > News > 04.11.2017 - Vorbericht zur 1. Bundesliga am Dienstag

Wenn am kommenden Dienstag der 1. BV Mülheim beim deutschen Meister in Refrath antreten wird, können die Vorzeichen kaum unterschiedlicher sein. Während der heimische BVM mit der Maximalausbeute von drei Siegen in drei Spielen optimal in die Saison gestartet ist, dümpelt der TV Refrath nach drei Niederlagen im Tabellenkeller herum. Allerdings sollte man sich von der tabellarischen Momentaufnahme nicht täuschen lassen. Im Gegensatz zu den Mülheimern, die mit Dortelweil und dem TSV Neuhausen-Nymphenburg eher leichtere Aufgaben zu lösen hatten, trafen die Refrather bereits auf Badminton-Schwergewichte wie Union Lüdinghausen oder den Titelfavoriten aus Bischmisheim. Und so sind für den Mülheimer Teamchef, Steffen Hohenberg, die Rollen für das Duell auch klar verteilt: „Es ist ein gutes Gefühl, trotz der drei Saisonsiegen nicht als Favorit in das Spiel zugehen. Die Refrather sind amtierende Deutscher Meister und somit die Gejagten.“


Niluka Karunaratne

 

Das sich der deutsche Rekordmeister aus Mülheim gegen die Rheinländer nicht verstecken muss, hat er in der vergangenen Saison bereits gezeigt. Mit dem 4-3 Heimsieg machte man einen ganz wichtigen Schritt zum Erreichen der Playoff-Spiele. Und erstmalig seit diesem Erfolg, wird beim 1. BVM auch wieder ein Spieler an Bord sein, der acht Monate schmerzlich vermisst wurde. „Das Niluka (Karunaratne) endlich ein neues Visum erhalten hat, stimmt mich außerordentlich positiv für Dienstag“, so Hohenberg zum Comeback seiner Nummer Eins aus Sri Lanka. In den bisherigen Saisonpartien wurde die Nummer 88 der Weltrangliste exzellent von Dmytro Zavadsky vertreten. Allerdings muss der Ukrainer noch an seiner Konstanz arbeiten. Während er in der Liga drei Einzelerfolge verbuchte, schied er bei den aktuell ausgetragenen Bitburger Badminton Open sang und klanglos mit 4-21 und 9-21 gegen den Lüdinghausener Kai Schäfer aus. So wird am Dienstag Niluka Karunaratne im ersten Herreneinzel voraussichtlich auf Lars Schänzler treffen. Während in der Meistersaison mit dem inzwischen nach Bischmisheim abgewanderten Fabian Roth das Refrather Herreneinzel bärenstark besetzt war, scheint in dieser Spielzeit hier die Achillesferse der Mannschaft aus dem Bergischen Land zu liegen. Für Aufsehen sorgt indessen der zu Saisonbeginn nach Refrath gewechselte Nhat Nguyen, der zu Jahresbeginn als 16-jähriger irischer Meister Herreneinzel wurde. Seinen Erfolgen auf der internationalen Bühne (u.a. Viertelfinale der Junioren-WM im Einzel und Turniersieg im Herrendoppel bei den Polish International) ließ er auch Taten in der Bundesliga folgen, denn mit drei Siegen ist der Jüngste bislang auch der Erfolgreichste in Reihen der Refrather.

 

Die Weichen auf Sieg oder Niederlage werden aber sicherlich wieder in den Doppeldisziplinen gestellt. Und gerade dort kann Steffen Hohenberg auf zuletzt erfolgreiche Paare zurückgreifen. Denn sowohl das Mülheimer Mixed Robin Tabeling / Johanna Goliszewski als auch das neu formierte Herrendoppel mit Adam Hall und Robin Tabling sind in dieser Spielzeit noch unbezwungen. Insbesondere der Holländer Robin Tabeling scheint aktuell in bestechender Form zu sein, erreichte er doch unlängst mit Platz 44 im Herrendoppel und Platz 39 im Mixed seine Höchstpositionen in den Weltranglisten.

 

Insofern stehen die Vorzeichen gut, das der 1. BVM auch nach dem vierten Spieltag unbezwungen sein wird. Und auch Hohenberg scheint trotz der abgelehnten Favoritenrolle mit einem erfolgreichen Spiel zu spekulieren: „Ich bin zuversichtlich, auch in Refrath zu punkten“.

Autor: Kai Kulschewski
Bild: Marc Pastoors


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Veröffentlicht
06:58:00 04.11.2017