News / Fotos > News > 14.11.2017 - Es hat nicht sollen sein

 

Als nachgerückter Liganeuling startete die Zweitvertretung des 1. BV Mülheim in die Herausforderung 2. Badminton-Bundesliga. Und der Start in die zweithöchste Spielklasse war sehr verheißungsvoll. Nach sechs Spieltagen war man im Tabellenmittelfeld angekommen und die Erwartungen vor dem Doppelspieltag am letzten Wochenende waren hoch, sich auch dort festzusetzen, denn es ging gegen vermeintlich leichtere Gegner aus dem Tabellenkeller. „Der Doppelspieltag soll für uns einige Punkte bringen“, so die Mülheimer Nummer Eins, Christopher Skrzeba, im Vorfeld. Doch leider blieb nach den zwei 3-4 Niederlagen gegen Peine und Solingen die Erkenntnis, dass die knappen Niederlagen zwar mit zwei Punkten belohnt wurden, aber dennoch der Klassenerhalt kein Selbstläufer werden wird.

 

Am Samstag empfing man den VfB/SC Peine in der heimischen innogy-Sporthalle. Schon früh wurde deutlich, dass die Gäste aus dem niedersächsischen Peine ihren bisherigen Negativlauf stoppen wollten. Mit zwei Siegen in den Herrendoppeln und dem verloren gegangenen Damendoppel spielten sich die Niedersachsener eine 2-1 Zwischenführung heraus. Doch das Blatt schien sich zu wenden, da das Dameneinzel kampflos an den 1. BVM ging und auch René Rother seinen Kontrahenten Frank Juchim in fünf Sätzen niederrang. Ein Erfolg im abschließenden 1. Herreneinzel oder dem gemischten Doppel hätte genügt, um den zweiten Saisonsieg der Mülheimer Zweitvertretung unter Dach und Fach zu bringen. Als dann sowohl Christopher Skrzeba sein Einzel als auch das gemischte Doppel Julian Lohau / Katharina Altenbeck als Verlierer die Felder verließen, musste Mannschaftführer Jonathan Rathke feststellen: „Viele Spiele waren knapp und umkämpft. Wir hätten einen Sieg verdient gehabt“.

 

Am Tag darauf reist man zum Tabellenschlusslicht nach Solingen. Und dort folgte dann eine Parallelität der Ereignisse vom Samstag. Gewohnt zuverlässig agierte die Mülheimer Damenriege. Zwar profierten Katharina Altenbeck und Yurie Kinoshita von der verletzungsbedingten Aufgabe des Solinger Damendoppels, hätten aber wahrscheinlich ohnehin das Spiel nach Hause gebracht. Und auch im Einzel demonstrierte die Katharina Altenbeck, dass sie zu den besten Damen in der 2. Liga gehört. Mit 11-8, 11-5 und 11-4 sorgte sie für den zweiten Mülheimer Sieg. Ihr Mannschaftkollege René Rother haderte zu Saisonbeginn mit vielen knappen Niederlagen. Doch inzwischen ist auch Rother in der Liga angekommen und fuhr gegen den Solinger Janik Osterhöver seinen zweiten Wochenenderfolg ein. Dass diese drei gewonnen Partien dann doch nicht zum Sieg reichten, erklärte Jonathan Rathke unmittelbar nach Spielende: „Solingen stand mit dem Rücken zur Wand und hat alles oder nichts gespielt. Ihr Plan ist aufgegangen“. Und weiter: „Bei uns gab es am Wochenende keinen, der sich nicht voll reingehangen hat. Wir haben 2 Punkte gewonnen und nicht 4 verloren“.

 

Mit acht Punkten rangiert der 1. BV Mülheim weiterhin auf Platz sechs im Tabellenmittelfeld. In der nun folgenden zweiwöchigen Pause heißt es, neue Kräfte zu tanken und die beiden knappen Niederlagen zu verarbeiten, um dann im Heimspiel gegen SG EBT Berlin wieder voll motiviert anzugreifen.

 

 

1.BV Mülheim 2 - VfB/SC Peine 3-4

(HD1) Christopher Skrzeba / Pasquale Czeckay - Lucas Gredner / Niklas König 4-11 5-11 9-11

(HD2) Julian Lohau / Jonathan Rathke - Sven Eric Kastens / Daniel Porath 9-11 12-14 10-12

(DD) Katharina Altenbeck / Yurie Kinoshita - Nadine Cordes / Laura Gredner 11-6 11-6 11-6

(HE1) Christopher Skrzeba - Sven Eric Kastens 8-11 11-9 11-13 3-11

(HE2) René Rother - Frank Juchim 11-6 13-11 8-11 10-12 11-6

(DE) Yurie Kinoshita - Nadine Cordes 11-0 11-0 11-0 Aufgabe durch Gast

(GD) Julian Lohau / Katharina Altenbeck - Lucas Gredner / Laura Gredner 9-11 13-11 7-11 11-7 5-11

 

 

STC Blau-Weiss Solingen - 1.BV Mülheim 2 4-3

(HD1) Niclas Lohau / Tim Fischer - Christopher Skrzeba / Pasquale Czeckay 10-12 11-7 14-12 11-7

(HD2) Niklas Niemczyk / Janik Osthöver - René Rother / Julian Lohau 11-9 15-14 11-9

(DD) Linda Hartjes / Laura Ufermann - Katharina Altenbeck / Yurie Kinoshita 5-11 7-11 0-11

(HE1) Niklas Niemczyk - Christopher Skrzeba 6-11 11-7 13-15 12-10 11-8

(HE2) Janik Osthöver - René Rother 4-11 11-5 5-11 11-8 8-11

(DE) Linda Hartjes - Katharina Altenbeck 8-11 5-11 4-11

(GD) Niclas Lohau / Jessica Röthel - Jonathan Rathke / Yurie Kinoshita 11-9 11-9 11-9

Autor: Kai Kulschewski
Foto: Marc Pastoors

 


Toolbox
Print Drucken
Acrobat PDF
Arrow Right Weiterempfehlen
RSS RSS Abonnieren

Veröffentlicht
16:16:00 14.11.2017