24.01.2018 - Play-Off-Spiele fest im Blick

 

Vor dem letzten Wochenende gab BVM-Teammanager Steffen Hohenberg vier Punkte aus den beiden Partien als Ziel aus. Und die Mannschaft folgte ihm aufs Wort und belegt damit nach dem 12. Spieltag den dritten Tabellenplatz. Das Erreichen der Play-Off-Spiele ist in greifbarer Nähe gerückt. Am liebsten würde die Mannschaft dieses KO-Spiel in der heimischen innogy-Sporthalle austragen, wofür aber mindestens der vierte Rang am Saisonende erreicht werden muss. Insofern heißt es am Freitag im Auswärtsspiel beim 1. BC Beuel und im Heimspiel gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg am Sonntag ab 15:00 Uhr, dass möglichst viele Punkte auf dem Habenkonto verbucht werden.

 

Die Bonner spielen eine bärenstarke Saison. Nach einem enttäuschenden siebten Rang in der letzten Spielzeit rangiert man aktuell auf dem zweiten Platz. Wer nach den Gründen für das Bonner Hoch sucht, wird schnell fündig. Insbesondere Luise Heim, Max Weißkirchen und natürlich der deutsche Rekordmeister im Einzel, Marc Zwiebler, spielen derzeit in einer eigenen Liga. Der 21 jährige Weißkirchen hat im Einzel und Doppel eine gigantische Erfolgsquote von 96 %, Luise Heim gewann elf ihrer 13 Einzelspiele und Zwiebler verließ in zehn von elf Herrendoppel als Sieger das Feld. Obwohl das Auswärtsspiel zu einer Mammutaufgabe mutiert, ist Hohenberg nicht Unwohl: „In Bonn spielt man echt gerne“. Viel wird für den BVM davon abhängen, ob der Engländer Briggs auflaufen kann. Falls nicht, sieht der Teammanager berechtigte Chancen, in einem der beiden Herrendoppel zu punkten. Und so möchte er aus Bonn nicht mit leeren Händen heimkehren: „Unsere gute Bilanz in den Herreneinzeln stimmen mich zuversichtlich, einen Punkt aus Bonn zu entführen“.

 

Am Sonntag gastiert mit dem TSV Neuhausen-Nymphenburg der aktuelle Tabellenletzte in Mülheim. Doch davon soll man sich nicht blenden lassen. Zum Jahresbeginn fuhren die Münchner ihren ersten Saisonsieg ein und gegen den 1. BC Beuel setzte es vor Wochenfrist nur ein 3-4 Heimniederlage. Insofern sei der 1. BV Mülheim gewarnt. Will das Team um Mannschaftsführer Alexander Roovers den dritten Tabellenrang behaupten, wird dringend ein Dreipunktesieg benötigt, denn die Konkurrenz aus Lüdinghausen, Trittau und mit etwas Abstand auch Refrath sitzt ihnen tabellarisch im Nacken. Doch insbesondere das Dameneinzel bereitet Hohenberg Kopfschmerzen. Die für Neuhausen spielende Ukrainerin Natalya Voitsekh gewann acht ihrer zwölf Saisonspiele. Doch ihre Mülheimer Gegnerin Gayle Mahulette zeigt nach anfänglichen Schwächen aufsteigende Saisonform, die sie auch mit dem Erreichen des Halbfinals bei den Swedish Open vor einer Woche unter Beweis stellt. Und obwohl Steffen Hohenberg auf den Schotten Adam Hall verzichten muss, geht er hoffnungsvoll in die Partie: „Ich freue mich, dass Robin Tabeling wieder spielen kann. Ein Sieg ist damit fest eingeplant“.

Autor: Kai Kulschewski
Foto: Marc Pastoors


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Veröffentlicht
19:35:00 24.01.2018